Gefahrstoffmanagement

Gefahrstoffe wie z.B. Farben, Lacke, Schmiermittel und Reinigungsmittel werden standardmäßig in vielen industriellen und gewerblichen Unternehmen eingesetzt. Von diesen Stoffen gehen die unterschiedlichsten akuten und chronischen Gesundheitsgefahren sowie Umweltgefahren aus, die von den Verwendern häufig unterschätzt werden. Darüber hinaus werden oftmals nicht alle im Betrieb eingesetzten oder freigesetzten Gefahrstoffe identifiziert, weil diese nicht mit den bekannten orangefarbenen Gefahrensymbolen gekennzeichnet sind. Dazu zählen beispielsweise Stäube, narkotisierende oder erstickende Gase. In der Folge werden keine Schutzmaßnahmen abgeleitet bzw. geltende Schutzmaßnahmen nicht oder nur teilweise beachtet. Dies manifestiert sich z.B. in der hohen Zahl der anerkannten Berufskrankheiten, die auf den unsachgemäßen Umgang mit Gefahr-stoffen zurückzuführen sind.

Gemäß der Gefahrstoffverordnung ist der Arbeitgeber im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung dazu verpflichtet, alle im Unternehmen eingesetzten und freiwerdenden Gefahrstoffe zu ermitteln, die davon ausgehenden Gefahren zu identifizieren und zu bewerten. Auf dieser Grundlage sind entsprechende Schutzmaßnahmen abzuleiten und in die betriebliche Praxis umzusetzen. Neben der Gefahrstoffverordnung existieren weitere gefahrstoff- und arbeitsschutzrechtliche Vorschriften (ArbMedVV, JArbSchG, MuSchuG, berufsgenossenschaft-liche Vorschriften), von denen die verschiedensten Unternehmens-bereiche (z.B. Einkauf, Produktentwicklung, Produktion) betroffen sind.

Mit Hilfe eines Gefahrstoffmanagements können die entsprechenden Anforderungen in die Aufbau- und die Ablauforganisation des Unternehmens integriert werden. Kosten und Aufwand für die Erfüllung dieser Pflichten können durch die Etablierung eines entsprechenden Freigabeverfahrens für die Einführung von chemischen Produkten reduziert werden.

  • Weniger kostenintensive Schutzmaßnahmen aufgrund der Verringerung der im Betrieb vorhandenen Gefahrstoffe oder durch den Ersatz gefährlicher durch weniger gefährliche chemische Produkte
  • Geringere Entsorgungskosten durch geringe Mengen an gefährlichem Abfall
  • Senkung der Versicherungsbeiträge durch Reduzierung der Unfallgefahr / Gefahr von Umweltschäden / Gefahr von Schadensereignissen am Anlagenbestand 

Unsere Dienstleistungen im Bereich Gefahrstoffmanagement

  • Informationsbeschaffung zu Gefahrstoffen (Recherche in einschlägigen Stoffdatenbanken)
  • Beratung bei der Einführung von chemischen Stoffen
  • Durchführung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung nach § 7 GefStoffV
  • Durchführung und Dokumentation der Substitutionsprüfung (incl. Recherche nach Ersatzstoffen / -verfahren)
  • Erstellen und Pflege des Gefahrstoffverzeichnisses
  • Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Zubereitungen
  • Erstellen der notwendigen Dokumente (Sicherheitsdatenblatt, Betriebsanweisung, Notfall­pläne, etc.)
  • Schulung und Unterweisung der Mitarbeiter

Mit unserem „QuickCheck Gefahrstoffe" überprüfen wir, ob Sie die für Sie zutreffenden gesetzlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften identifiziert und inwieweit sie diese bereits in Ihre  betriebliche Praxis umgesetzt haben. Auf der Basis dieser Analyse führen wir einen Soll-/Ist-Vergleich durch und zeigen Ihnen auf, wo Optimierungsbedarf besteht. Wo Verbesserungspotenzial besteht, sprechen wir Handlungsempfehlungen aus und zeigen Ihnen auf, wie diese Maßnahmen umgesetzt werden können.

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Einführung eines effizienten Gefahrstoffmanagements. So stellen Sie dauerhaft sicher, dass Sie stets die aktuellen und für Ihr Unternehmen relevanten Anforderungen aus dem Gefahrstoffrecht in Ihre Aufbau- und Ablauforganisation integriert haben und reduzieren Ihren Dokumentations- und Verwaltungsaufwand.

Ihr Ansprechpartner: Dr. Andreas Kleineweischede